Hockey in Osternienburg

Die Geschichte unseres Vereins

von Roland Messinger


Die 1990er Jahre

Am 16.8.1990 wurde aus dem Hockeyverein ein Club gegründet, der traditionsreiche Name „Traktor Osternienburg“ abgelegt und in „OSTERNIENBURGER HC Schwarz-Weiß e.V.“ umbenannt. Die deutsche Wiedervereinigung erfolgte knapp zwei Monate später am 3.Oktober und die Vereinigung der beiden Deutschen Hockeyverbände im November 1990.

1990 standen die Osternienburger Einwohner und Hockeyspieler im vereinten Deutschland plötzlich vor völlig neuen Herausforderungen. Innerhalb von drei Jahren wurden die ortsansässigen Betriebe, die die Sportvereine unterstützten und wo eine Vielzahl der Osternienburger beschäftigt war, abgewickelt. Viele, auch Hockeyspieler verließen das Dorf und suchten sich andernorts Arbeit oder bekamen Angebote von Clubs in den alten Bundesländern oder im Ausland. Die Einwohnerzahl schrumpfte auf 2100, ebenso die Mitgliederzahl im Club auf 174. Es kam nicht selten vor, dass Spieler von ihren neuen Wohnorten hunderte Kilometer anreisten, um bei Spielen für den Osternienburger Hockey-Club aktiv dabei zu sein. In dieser Zeit übernahm Wolfgang Schönwald den Vorsitz im Club.

Osternienburger Herren 1991, obere Reihe (v.l.n.r.) Martin Nagel, Detlef Bahn, Dietmar Ebert, Raik Hartmann, Daniel Reinbothe, Tino Scholl, Dennis Herkner, Bernhard Liehr, Matthias Nagel, Matthias Schmidt, Frank Dolge, untere Reihe von links: Frank Henschke, Detlef Mourek, Matthias Kusmierek, Helmut Neumann

Durch den 3. Platz bei der letztmalig 1990 ausgetragenen DDR-Feldhockeymeisterschaft waren die Osternienburger Herren automatisch für die 2.Bundesliga qualifiziert.

1991 starteten sie unter dem Trainer Dieter Schmidt in dieser Liga, konnten aber die Klasse, bedingt durch viele Abgänge, nicht halten. In der Hallensaison spielten sie in der Regionalliga.

Die Osternienburger Damen hatten sich durch den letzten DDR-Meisterschaftsgewinn für die 1. Feldhockey-Bundesliga qualifiziert. Aufgrund erheblicher Dezimierung des Mannschaftskaders hauptsächlich auch durch Schwangerschaft und Geburten verzichteten sie auf die Teilnahme in der 1.Liga und überließen das Startrecht dem Vizemeister ATV Leipzig. Die Saison 1991 absolvierten die Damen in der Regionalliga und schlossen diese mit dem Gewinn der Ostdeutschen Meisterschaft im Feldhockey ab.

1993 wurde der Osternienburger Hockeyclub auf dem DHB-Bundestag in Bonn vom damaligen DHB-Präsident Wolfgang Rommel mit der Paul-Reinberg-Plakette ausgezeichnet.

1994 übernahm Ernst Messinger noch einmal für 2 Jahre den Vorsitz im Club, übergab 1996 die Verantwortung an Frank Stute und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

1995 schafften die Herren unter Trainer Detlef Lausch den Aufstieg in die 2.Hallenhockey-Bundesliga und konnten in dieser Liga bis zum Aufstieg in die 1.Bundesliga im Jahre 2000 bestehen. 1999 bis 2003 wurde die Mannschaft von Dieter Schmidt trainiert.

Osternienburger Herren 1997 oben v.l.n.r.: Matthias Schmidt, Dietmar Ebert, Dennis Herkner, Raik Hartmann, Gunther Ebert, Andreas Matz, Tino Scholl, Rene Zein, vorn: Frank Dolge, Andreas Dolge, Florian Locker, Peter Chwoika, Steve Patzelt, Dandy Nagel, Matthias Nagel, TW Michael Schmidt , TW Detlef MourekFoto: Foto-Fritsche Köthen (facebook.com/FotoFritsche)

Osternienburger HC Damen 1998 oben v.l.n.r.: Antje Klee, Katharina Mehl, Manuela Thetmann, Ellen Kaiser, Jana Oschmann, Peggy Reinicke, Rita Janski, Iris Weis, Peter Jungk, vorn: Jana Rinkenbach, Anica Brüning, Yvonne Lindau, Grit Mourek, Anne Förster, Yvonne Michaelis, Janine Rinkenbach, TW Arlette JungkFoto: Foto-Fritsche Köthen (facebook.com/FotoFritsche)


Die 2000er Jahre

2000 wurden die Hallenhockey-Ligen neu strukturiert. Die Herrenmannschaft des Osternienburger HC stieg in die 1.Hallenhockey-Bundesliga auf und wurde der Gruppe Ost zugeordnet. Der höchsten deutschen Liga gehörten sie nun bis 2016 an. 2000 fand die Einweihung eines modernen Kunstrasenplatzes auf der bisherigen Osternienburger Hockeyanlage statt.

2001 trug die Hockeynationalmannschaft Deutschlands in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur unter Bundestrainer Bernhard Peters vor 800 Zuschauern in Osternienburg ein offizielles Länderspiel gegen Malaysia aus, das durch ein Tor von Kapitän Florian Kunz mit 1:0 gewonnen wurde.

2002 übernahm der ehemalige Osternienburger Nationalspieler Peter Roth die Position des Clubvorsitzenden. Zu Ehren des Gründers des Osternienburger Hockeysports wurde 2002 anlässlich seines 70.Geburtstages die Osternienburger Sporthalle in „Ernst Messinger Halle“ benannt. 2002 gaben die Damen ihren Spielbetrieb auf. Erst 2005 konnte wieder eine Mannschaft gebildet und in der untersten Spielklasse begonnen werden. 2002 machte erstmals wieder der Nachwuchs mit dem Gewinn des Spreepokals im Hallenhockey durch die Mädchenmannschaft auf sich aufmerksam.

Umbenennung der Hockeyhalle 2002: Peter Roth, Martin Hoffmann, Ernst Messinger, Gerd Bartosch (v.l.n.r.)

2003 wurden die Mädchen A Ostdeutscher Meister im Hallenhockey, belegten den 3. Platz bei der Nordostdeutschen- und den 7. Platz bei der Deutschen Meisterschaft.

Osternienburger Mädchen A 2003 hinten v.l.n.r.: Trainer Tobias Henschke, Juliane Walter, Maria Brucker, Stephanie Jungk, Christin Matthias, Tina Mourek, Ariane Neumann, Co-Trainerin Grit Mourek. Mitte: Nicole Walter, Sophia Stefaniak, Jana Kusmierek, Mandy Winter. Vorn: TW Tina Schubert, TW Anja Briesenick

2003 erkämpften die Herren den Ostdeutschen Meistertitel im Feldhockey die männliche Jugend wurde Dritter bei der Ostdeutschen Meisterschaft.

2004 errangen die Mädchen A mit der Trainerin Grit Mourek erneut den Titel des Ostdeutschen Hallenhockey-Meisters und wurden Zweite der Nordostdeutschen-und Fünfte der Deutschen-Meisterschaft.

Hinten v.l.n.r.: Trainerin Grit Mourek, Christin Greifelt, Anja Briesenick, Maria Brucker, Christin Matthias, Juliane Walter, Nicole Walter, Co-Trainer Andreas Dolge vorn: Jana Kusmierek, Susan Klemm, Mandy Winter, Sophie Berger, Jenny Dolge, Tina Mourek, Betreuer Roland Stefaniak

Am 1.August 2004 erfolgte ein Einschnitt, der besonders die Schüler betraf. Von der einzigen 10-Klassen Schule, die es in Osternienburg bis zu dieser Zeit gab und aus deren Schülern man seit Jahrzehnten den Hockeynachwuchs entwickelte, blieb einzig eine Grundschule bis zur 4. Klasse im Ort. Weiterführende Schulen mussten in benachbarten Städten besucht werden.

2004 wurden die Herren mit Spieler-Trainer Andreas Dolge Ostdeutscher Meister im Feldhockey. Durch einen 4:2 Sieg gegen den Mariendorfer HC in Berlin, bei der erstmals durchgeführten Play-Off-Runde, qualifizierten sie sich für die 2.Feldhockey-Bundesliga. 2004/2005 spielte die Herrenmannschaft daraufhin zum zweiten Mal eine Saison in der 2.Feldhockeyliga, konnte aber die Klasse nicht halten. 2004 war das Hockey-Nationalteam Ägyptens zu einem Vorbereitungsspiel für die Olympischen Spiele in Athen zu Gast in Osternienburg und gewann vor 700 Zuschauern 8:2 gegen die Herren des Osternienburger Hockey-Clubs.

Osternienburger Herren 2004 beim Freundschaftsspiel gegen Ägypten

Osternienburger Herren 2005 : Betreuer Peter Chwoika,Andre Hädicke, Erik, Zein, Marcel Fischer, Florian Locker, Tobias Schweitzer, Nico Hartge, Tobias Henschke, Sascha Rommel, Andreas Storm, Rene Zein, vorn: Steve Patzelt, Andreas Dolge, Matthias Doberitzsch, Sebastian Meissner, Matthias Nagel, TW Michael Bartosch, nicht auf dem Foto: Nico Hartge

2005 wurde die weibliche Jugend B Ost-und Nordostdeutscher Meister in der Halle und belegte bei der Deutschen Meisterschaft den 8. Platz.

Osternienburger weibliche Jugend B 2005 hinten v.l.n.r.: Trainer Detlef Mourek, Juliane Walter, Ariane Neumann, Stefanie Jungk, Sophia Stefaniak, Tina Schubert, vorn: Christin Matthias, Tina Mourek, Nicole Walter, Maria Brucker, Anja Briesenick

2005 formierte sich nach 3-jähriger Spielpause aus vorwiegend Jugendspielerinnen eine neue Damenmannschaft und nahm unter Trainer Detlef Mourek in der Oberliga wieder am Punktspielbetrieb teil.

Osternienburger Damen 2005 v.l.n.r.: Trainer Detlef Mourek, Steffi Walter, Tina Mourek, Ariane Neumann, Stefanie Jungk, Sophia Stefaniak, Tina Schubert, Katja Behrend, Marlene Hildebrand vorn, Maria Brucker, Anica Nagel, Juliane Walter, Nicole Walter, TW Diana Frühauf

2006 belegte die weibliche Jugend B im Hallenhockey bei der Ostdeutschen und Nordostdeutschen Meisterschaft den 1. Platz. Beide Endrunden wurden in der Osternienburger „Ernst Messinger“ Halle ausgetragen. Anschliessend erkämpften sich die Spielerinnen bei der „Deutschen Meisterschaft“ in Neunkirchen den 3. Platz und die Bronzemedaille. Das war der bis dahin größte Erfolg einer Osternienburger Mannschaft im vereinten Deutschland. 2006 wurde die von Matthias Schmidt trainierte männliche Jugend-Mannschaft ostdeutscher Vizemeister. Im gleichen Jahr wurden mit Chris Dolge und Tina Mourek zwei Osternienburger in deutsche Nachwuchsteams berufen und bestritten in der Folgezeit mehrere Länderspiele. 2006 errangen die Herren den Ostdeutschen Meistertitel im Feldhockey. In der Saison 2006/2007 spielten sie zum dritten Mal in der 2. Feldhockey-Bundesliga. Neun Punkte reichten am Ende der Spielzeit nicht zum Verbleib in der Liga und so gehörten sie die nächsten vier Jahre wieder der Regionalliga an.

Osternienburger männliche Jugend 2006: TW Benjamin Strahl, TW Raik Matthias, Chris Dolge, Patrick Schweitzer, Sven Hädicke, Carsten Matthias, Stefan Pendelin, Andreas Storm, Sascha Rommel, Tobias Mettchen, Christian Jungk, Toni Hanella

Osternienburger weibliche Jugend B oben v.l.n.r.: Trainer Detlef Mourek, Jana Kusmierek, Juliane Walter, Christin Greifelt, Maxi Loose, Nicole Walter, Betreuer Roland Stefaniak, vorn: Tina Mourek, Maria Brucker, Sophie Berger, Jenna Herbst, TW Susan Klemm

Osternienburger Herren 2006 v.l.n.r.: Andreas Storm, Christian Pendelin Trainer Andreas Dolge, Sven Hädicke, Patrick Schweitzer, Michael Bartosch, Sascha Rommel, Andreas Rommel, Andre Hädicke, Steve Patzelt, Daniel Knappe – vorn: TW Carl Göpke, Tobias Schweitzer, Matthias Doberitzsch, Florian Locker, Sebastian Roth, Matthias Nagel

2008 erkämpfte die weibliche Jugend A bei der Ostdeutschen Hallenhockey-Meisterschaft den 3.Platz.


Die 2010er Jahre

2010 entstand im Rahmen einer Gebietsreform die neue Einheitsgemeinde „Osternienburger Land“. Ihr gehören ab 1.Januar 14 Gemeinden zwischen Köthen, Dessau-Rosslau, Aken und Bernburg mit insgesamt 8867 Einwohnern an, deren Hauptverwaltung sich im „Ortsteil“ Osternienburg befindet. Seit 60 Jahren wurde in Osternienburg Hockey gespielt. Anlässlich dieses Jubiläums weihten der Bürgermeister der Gemeinde Osternienburger Land Stefan Hemmerling und der Ortsbürgermeister Gert Peter Bartosch ein neues, modernes Clubhaus für den Osternienburger Hockeyclub ein. 2010 errangen die Hockey-Damen aus der Gemeinde Osternienburger Land den Mitteldeutschen Meistertitel und stiegen in die Regionalliga auf.

Osternienburger Damen 2010 v.l.n.r.: Trainer Matthias Schmidt, Janina Winter, Sandy Dolge, Sandra Gassauer, Tina Mourek, Jenny Dolge, Jana Kusmierek, Jenna Herbst, Tina Schubert, Betreuer Andreas Klemm – vorn: Sophie Berger, Grit Mourek, Jana Kurde, Anica Nagel, Annika Liehr, Christin Greifelt, Ariane Neumann, Sophia Stefaniak, Betreuer und Manager Roland Stefaniak, TW Susan Klemm

2011 ging der Ostdeutsche- Feldhockeymeistertitel der Herren erneut nach Osternienburg. 2011/2012 nahm die Herren-Mannschaft zum vierten Mal am Spielbetrieb der 2.Feldhockey-Bundesliga Teil, aber auch diesmal verpassten sie mit elf Punkten den Klassenerhalt nur knapp. Es folgten drei Jahre in der Regionalliga.

Osternienburger Herren 2011 v.l.n.r.: Trainer Andreas Dolge, Patrick Schweitzer, Phillip Hartmann, Andre Hädicke, Dandy Nagel, Christian Pendelin, Andreas Storm, Tobias Henschke, Peter Chwoika. Vorn.: Steve Patzelt, Chris Dolge, Carsten Matthias, Toni Hanella, Tobias Schweitzer, TW Christian Marx, Tobias Mettchen, Andreas Schmidt, Sebastian Roth

2011 wurden die Damen im Hallenhockey Ostdeutscher Meister und stiegen in die 1.Bundesliga auf. 2011/12 konnten sie unter Trainer Matthias Schmidt im ersten Jahr der Zugehörigkeit sofort die Klasse halten. 2012/13 übernahm Detlef Mourek den Trainerposten bei den Damen für zwei Jahre. Danach folgte Peter Jungk, wiederum für ein Jahr Detlef Mourek und 2016/17 Andreas Dolge, ohne in diesen Jahren mit der Mannschaft die 1.Liga wieder verlassen zu müssen. 2012 wurde der Osternienburger „Hockeyvater“ Ernst Messinger anlässlich seines 80.Geburtstages für sein Lebenswerk mit dem „Boris“ geehrt. Diese Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement wurde ihm von der Welt- und Europameisterin im Biathlon Franziska Hildebrand überreicht. Im gleichen Jahr belegten die von Reinhard Schubert und Patrick Schweitzer trainierten Mädchen B beim Wettbewerb um den Spreepokal den zweiten Platz.

Osternienburger Damen 2012 oben v.l.n.r.: Trainer Matthias Schmidt, Susan Klemm, Sophia Stefaniak, Sophie Berger, Tina Schubert, Melanie Stefaniak, Jana Kurde, Betreuer Andreas Klemm, vorn: Betreuer Roland Stefaniak, Tina Mourek, Jenna Herbst, Annika Liehr, Jenny Dolge, Ariane Neumann

Osternienburger Damen 2012 v.l.n.r.: Judith Stork, Sandra Klemm, Steffi Walter, Jenna Herbst, Julia Hensgen, Christin Greifelt, Sophie Berger, Sarah Geisler, Annika Liehr, Jana Kusmierek, Tina Mourek, Tina Poplawski, Melanie Stefaniak, Susi Poplawski, Jana Kurde, vorn: TW Susan Klemm, Tina Schubert

2014 erhielt bei einer Sichtung nach einem Länderpokal die Osternienburgerin Laura Lindner eine Berufung in den Nachwuchs-Nationalkader und absolvierte im darauffolgenden Jahr einige Länderspiele in der Nachwuchsauswahl. Seit einiger Zeit spielten mit Andreas Dolge, Peter Roth und Lothar Berger die ersten ehemaligen DDR-Nationalspieler aus Osternienburg in Deutschen Senioren-Nationalteams und nahmen an Senioren-Welt-oder Europameisterschaften teil. 2014 bekam der damalige Geschäftsführer Torsten Matthias ebenfalls für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Verein einen „Boris“. 2014 kam es beim internationalen Leipziger Turnier um den Messepokal zu Vergleichen zwischen der Osternienburger Damen- und Herrenmannschaft und den Nationalteams der USA.

Die Damen des Osternienburger HC und die Damen-Nationalmannschaft der USA 2014 in Leipzig.

OHC – USA (4:4)

Osternienburger Herren 2015 v.l.n.r.: Steve Patzelt, Tobias Schweitzer, Trainer Wulf Müller, Andre Hädicke, Patrick Schweitzer, Sascha Rommel, Jacob,Bader, Florian Barislovich, Matthias Doberitzsch, Florian Strube, Phillip Hartmann, Oliver Eim. Vorn: Tobias Henschke, Tom Nägler, Andreas Schmidt, Erik Dolge, Matthias Stammwitz, Tobias Mettchen, Willy Klauß, Toni Hanella, Raik Matthias

2015 erkämpften sich die Herren erneut den Ostdeutschen Meistertitel und stiegen wiederholt im Feldhockey in die 2.Liga auf. 2015/16 spielten die Herren das fünfte Mal in der 2.Feldhockey-Bundesliga, erstmals unter dem Trainer Wulf Müller. Auch diesmal erwies sich die Konkurrenz zu stark und so kehrten sie im darauffolgenden Jahr wieder in die Regionalliga zurück. 2015 waren kurz vor der in Leipzig stattfindenden Weltmeisterschaft die Nationalteams der Herren von Südafrika und Österreich und die Damen Nationalmannschaft Australiens in Osternienburg zu Gast und trugen Testspiele in der „Ernst Messinger“ Halle gegen Mannschaften des Osternienburger Hockey-Clubs aus.

Osternienburger Herren 2015 und die Nationalmannschaft Südafrika’s

Osternienburger Hockey-Damen und das Damen Nationalteam Australiens in der Osternienburger „Ernst Messinger“ Halle.

2016 stiegen die Herren erstmals nach 15-jähriger Zugehörigkeit aus der 1.Hallen-Bundesliga ab. 2016 übernahm aufgrund einer durch die Flüchtlingskrise ausgelösten Hallenproblematik in der Hauptstadt Berlin kurzfristig das „Hockey-Dorf“ Osternienburg die Durchführung der Nord-Ostdeutschen Hallenhockeymeisterschaft der männlichen Jugend mit Mannschaften aus Hamburg, Hannover und Berlin. Organisiert wurde dies vom sportlichen Leiter Peter Chwoika. Seit 1960 hat sich die Einwohnerzahl Osternienburgs fast halbiert. Zu Beginn des Jahres 2017 lebten in Osternienburg nur noch 1839 Einwohner. Entsprechend weniger Schüler wurden eingeschult. Das hatte Auswirkungen auf die Anzahl der Kinder im Nachwuchsbereich des Osternienburger HockeyClubs. Meist wurden nun bis zu vier Jahrgänge benötigt um eine Mannschaft aufzustellen oder es wurde mit anderen Vereinen kooperiert um Mannschaften zu komplettieren.

2017 begann für die Mannschaften des Osternienburger HC außerordentlich erfolgreich. Die Damen sicherten sich in der Halle unter dem Trainer Andreas Dolge vorzeitig die weitere Zugehörigkeit zur 1.Bundesliga und die Herren, trainiert von Wulf Müller, kehrten nach nur einem Zweitligajahr ungeschlagen in die 1.Hallen-Bundesliga zurück. 2017 wurde die ehemalige Osternienburger DDR-Nationalspielerin Arlette Jungk bei der erstmals ausgetragenen Hallenhockey-Weltmeisterschaft der Seniorinnen und Senioren mit der Deutschen Mannschaft Vizeweltmeisterin und bei der Feldhockey-Europameisterschaft der Seniorinnen mit der Deutschen Ü 40 Vizeeuropameister. Ebenfalls Silber b.z.w. Bronzemedaillen erkämpften sich bei den Feldhockey-Europameisterschaften der Senioren die früheren Osternienburger Spieler Dieter Schmidt, Peter Roth, Lothar Berger und Heinz-Uwe Krümmling. 2017 gewannen die OHC-Herren das Leipziger Hallenhockey-Städteturnier zum 13. Mal.

Die Damen im 6. Bundesligajahr (v.r.n.l.) TW Susan Klemm, Betreuerin Anica Nagel, Trainer Andreas Dolge, Fan Jörg Reinbothe, Jenna Herbst, TW Tina Schubert, Laura Lindner, Steffi Walter, Sandra Klemm, Sophie Berger, Katja Ebert, Manuela Tietz, Tina Mourek, Jenny Dolge, Jana Kurde

Osternienburger Herren 2017 v.l.n.r.: Trainer Wulf Müller, Florian Barislovich, Matthias Doberitsch, Christian Pendelin, Jacob Bader, Tobias Mettchen, Patrick Schweitzer, Erik Dolge, Sascha Rommel, Sebastian Giertler, Fan Max Wittig, Leroy von Schmudi, Tobias Schweitzer, Matthias Stammwitz, Alexander Pohland, Willy Klauß, Tobias Henschke

Osternienburger Fans und Spieler am letzten Wettkampfwochenende in Leipzig 2017.

2018 mussten die Osternienburger Damen nach sieben Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur 1.Hallenhockey-Bundesliga diese in Richtung Regionalliga verlassen. Am Ende der Saison 2018 fehlte ihnen nur ein Punkt zum Klassenerhalt. Die Herren konnten nach einem dramatischen Abstiegskampf mit zwei Siegen in den letzten Spielen ein weiteres Jahr den Verbleib in der 1. Bundesliga sicherstellen.

Die Damen des Osternienburger HC und die Damen-Nationalmannschaft von Schweden 2018 in Leipzig.

OHC vs. Schweden

Osternienburger Herren 2018 v.l.n.r.: Matthias Doberitzsch, Tobias Schweitzer, Florian Strube, Patrick Schweitzer, Trainer Wulf Müller, Steve Patzelt -Vorn: Tobias Mettchen, TW Matthias Stammwitz, Erik Dolge, TW Alexander Pohland, Sascha Rommel, Tobias Henschke

Seit dem Gewinn der DDR-Meisterschaft im Jahre 1976 ist die Osternienburger Herren-Mannschaft im „43. Jahr“ ununterbrochen das beste Hallenhockeyteam aller Mannschaften aus der ehemaligen DDR !

Fortsetzung folgt…

"Schwarz-Weiss" e.V.