Die 1980er

Anhaltender Erfolg

1980 fand zwei Monate vor den Olympischen Spielen in Moskau ein Feldhockey Damen-Länderspiel gegen Olympiateilnehmer UdSSR in Osternienburg statt, das die DDR 1:0 gewann. Vier Osternienburger Spielerinnen gehörten der siegreichen DDR Mannschaft an. Sie hofften als Medailliengarant noch auf die Teilnahme bei den Spielen, da das Teilnehmerfeld von westlichen Ländern boykottiert wurde und ein Platz frei war. Doch im letzten Augenblick meldete Simbabwe, das gerade erst drei Monate vor Beginn der Spiele ein unabhängiges Land geworden war eine Mannschaft, fuhr zu den Spielen und gewann die Goldmedaille. Die UdSSR wurde Dritter.

Osternienburger Damen und Herren 1980
(v.l.n.r.) Hinten: Trainer Peter Jungk, Elke Härtling, Christel Fischer, Berthold Höhne, Angelika Aelter, Karin Pawlick (Gröger) Gerhard Zein, Ilona Schmidt (Böhm), Gerhard Locker, Dagmar Naumann, Detlef Bahn, Franz Berger, Betreuer Robert Naumann, Uwe Marquardt
Vorn: Trainer Bernhard Nagel, Edit Massag (Schubert), Antje Birgit Mann (Matthias), Birgit Fischer (Wagenbrenner), Annegret Naumann, Cornelia Dubicki (Baier), Simone Kopper (Lehmann), TW Angelika Kusmierek (Schweitzer), Christine Taday (Rehpennig), Christel Timling (Schmidt), Carmen Henschke (Stammwitz), Peter Roth, Lothar Berger

1980 gewannen die Herren den Pokal und die Meisterschaft. Die Damen erstritten die Meisterschaft auf dem Feld und die Gold-und Bronzemedaille in der Halle.

BSG Traktor Osternienburg Damen 1983
(v.l.n.r) HINTEN: Adelgunde Lösch, Antje Birgit Mann, Ilona Schmidt-Böhm, Karin Gröger, Elke Jäckel, Edith Massag, Christel Fischer, Karin Massag, Ines Thielicke
VORN: Christel Timling-Schmidt, Christine Taday, Gudrun Bahn, Birgit Fischer
BSG Traktor Osternienburg Herren 1983
(v.l.n.r.) HINTEN: Betreuer Robert Naumann, Reiner Härtling, Bernhard Liehr, Michael Beran, Gerald Schweitzer, Detlef Bahn, Lothar Berger
VORN: Franz Berger, Helmut Neumann, Gerhard Locker, Peter Roth, Gerhard Zein

1985 trat die Herrennationalmannschaft der DDR in Osternienburg zu zwei Länderspielen gegen die Tschechoslowakei an und gewann beide Spiele mit 6:1.

1985 war in historischer Hinsicht für den Verein und den Hockeysport der DDR ein besonderes Ereignis. Die Osternienburger Herren erhielten die Genehmigung zu einer Fahrt in die BRD zum Bonner THV, um ein Freundschaftsspiel zu absolvieren. Nach langem Bemühen konnte nun erstmals wieder eine Mannschaft aus der DDR einen Hockey-Vergleich mit einer Mannschaft im anderen Deutschland austragen. Das war nach 17 Jahren Pause die erste deutsch-deutsche Begegnung nach dem Aufeinandertreffen der Nationalmannschaften der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in Mexiko bei den Olympischen Spielen.

Großes Medieninteresse beim deutsch-deutschen Vergleich 1985 in Bonn

1986 fand das Rückspiel des Bonner THV in Osternienburg statt. Nach den Ausscheidungsspielen zwischen den beiden deutschen Mannschaften für die Olympischen Spiele in Tokio 1964 war das das erste Spiel einer Hockeymannschaft aus der Bundesrepublik in der DDR.

Am 5.September 1986 kam es dann zu noch einem anderen spannenden Höhepunkt. In einem offiziellen Länderspiel vor 1500 Zuschauern auf der Osternienburger Hockeyanlage traf die Nationalmannschaft der DDR mit vielen Osternienburger Spielern in ihren Reihen auf den 8-fachen Olympiasieger Indien und gewann 3:0.

1987 gab Bernhard Nagel nach neun erfolgreichen Jahren als Trainer der Osternienburger Damenmannschaft das Traineramt an Werner Grube ab. In dieser Zeit gewann Bernhard Nagel mit den Damen von Traktor Osternienburg neun DDR-Meisterschaften im Feld-und acht im Hallenhockey.

Bernhard Nagel war damit bis zur Wende mit der Bilanz von insgesamt 17 gewonnenen DDR-Meistertiteln der erfolgreichste Hockeytrainer der DDR.

Der 10. DDR Feldhockey-Meistertitel 1988
(v.l.n.r.) HINTEN: Trainer Werner Grube, Susan Panhans (Ulrich), Annett Wissel (Windberg), Jacqueline Windberg, Beatrix Stumpe, Sandy Dolge (Hoferecht), Arlette Jungk (Ebeling),Jana Denkewitz, Jana Ulrich
VORN: Iris Weis, Ines Grube, Grit Mourek (Pendelin), Elke Jäckel, Gudrun Bahn, Adelgunde Lösch

1988 konnten in Osternienburg kurzfristig zwei Damen-Länderspiele der DDR gegen Polen durchgeführt werden. Mit Gudrun Bahn, Adelgunde Lösch, Grit Pendelin, Iris Weis und Annett Windberg wurden fünf Osternienburger Spielerinnen eingesetzt.

Der 15. DDR Feldhockey-Meistertitel 1989
(v.l.n.r.) HINTEN: Trainer Martin Nagel, Michael Beran, Bernd Grube, Matthias Schmidt, Thomas Mettchen, Frank Henschke, Bernhard Liehr, Detlef Bahn, Frank Dolge
VORN: Lothar Berger, Jürgen Gudziol, Detlef Mourek, Helmut Neumann, Andreas Dolge

1989 zählte der Osternienburger Hockeyverein 305 Mitglieder.

1989 war die Herren-Nationalmannschaft der CSSR erneut Gast in Osternienburg und trug zwei Länderspiele gegen die DDR aus.

Besondere Förderung bekamen die Osternienburger Sportler in der zurückliegenden Zeit von dem Trägerbetrieb LPG “Vereinte Kraft“ unter der Leitung von Arno Rommel und der Bürgermeisterin Hertha Rehse vom Rat der Gemeinde Osternienburg.

In der Leitungstätigkeit der BSG Traktor Osternienburg zeichneten sich über viele Jahre hinweg Wolfgang Schiedewitz und Ernst Messinger als BSG-Vorsitzende bzw. Sektionsvorsitzende aus. Im technischen und organisatorischen Bereich war besonders Werner Jungk, Herbert Höhne und Bernhard Nagel für den Verein unermüdlich tätig.

Der Ehrentitel „Meister des Sports“ wurde an folgende Osternienburger Spielerinnen und Spieler verliehen:

DAMEN: Adelgunde Lösch, Gudrun Bahn, Karin Gröger, Antje Birgit Mann, Grit Mourek.

HERREN: Heinrich Schmidt, Franz Berger, Gerhard Zein, Berthold Höhne, Klaus Kobert, Lothar Berger, Detlef Bahn, Peter Roth, Michael Beran.