Heimspielkrimi gegen die Damen von Rotation

In heimischer Kulisse wollte man die bereits kassierte Niederlage gegen die Berlinerinnen von Rotation unbedingt vergessen machen und der Wille war von der ersten Minute an spürbar. Vor lautstarker Unterstützung entwickelte sich ein intensives Zweitligaduell auf Augenhöhe.
Osternienburg startete mutig und setzte früh offensive Akzente. In der 14. Minute war es Jenny Dolge, die nach starkem Kombinationsspiel im Schusskreis eiskalt zur 1:0-Führung einschob. Die Gastgeberinnen blieben am Drücker, erspielten sich weitere Möglichkeiten, verpassten es jedoch, den Vorsprung auszubauen.
Im zweiten Viertel dann der erste Rückschlag: Eine eigene kurze Ecke blieb ungenutzt, im direkten Gegenzug nutzten die Berlinerinnen ihre Chancen konsequent und drehten mit zwei schnellen Treffern die Partie. Doch der OHC zeigte Moral. Sophie Berger wollte diesen Spielstand nicht mit in die Pause nehmen und stellte in der 30. Minute die Anzeigentafel mit einem entschlossenen Abschluss auf 2:2.


Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start und gingen erneut in Führung (2:3). Auch im letzten Viertel schien das Momentum zunächst auf Berliner Seite, als sie auf 2:4 erhöhten. Doch wer dachte, die Partie sei entschieden, kannte den Kampfgeist der Osternienburger Damen nicht.
In der 54. Minute verkürzte erneut Sophie Berger auf 3:4 und läutete die dramatische Schlussphase ein. Vier Minuten später ließ Tina Mourek mit einem präzise verwandelten Ausgleich nach einer Strafecke zum 4:4 die gesamte Anlage beben.
Als alles auf eine verdiente Punkteteilung hindeutete, folgte die bittere Wendung: Nach einer im Nachhinein höchst strittigen Entscheidung wurde den Gästen eine kurze Ecke zugesprochen. Rotation nutzte diese Gelegenheit eiskalt und erzielte das unglückliche 4:5, die Entscheidung mit der letzten Aktion des Spiels.

Trotz dieser schmerzhaften Niederlage haben die Damen aus Osternienburg Moral, Leidenschaft und unbändigen Teamgeist bewiesen. Sie kämpften bis zur letzten Sekunde und ließen ihr Herz auf dem Platz.

Danke an alle treuen Fans für die großartige Unterstützung, wir kommen zurück!

Bericht: Judit Stork, Fotos: Fabian Schenk