Derby-Drama: 3 Viertel top, 1 Viertel flop
Wir schreiben den 22. November: draußen nasskalt, drinnen heiß und staubtrocken. Das erste Punktspiel der Saison für die 2. Damen und dann auch gleich das Derby gegen die 1. Damen vom Cöthener HC 02. Besser kann man ja gar nicht in eine Saison starten. 🏑
Da die Liga in diesem Jahr gefühlt aus der halben Hockeywelt besteht, gibt’s kein Rückspiel. Also alles reinwerfen, was geht – oder zumindest so tun als ob.
Das Derby begann erstaunlich fair, fast schon liebevoll – na gut, vielleicht nicht liebevoll, aber definitiv „man muss ja nicht gleich die Nachbarinnen umhauen“-fair. Beide Teams hatten Chancen, sodass die Zuschauer mehr zu gucken hatten als nur das obligatorische „Hockeyball-verschwindet-hinter-der-Bande“-Phänomen.
Dann die 15. Minute: Lotti tritt zur Ecke an und verwandelt. Zack! 1:0 für uns! Der Jubel groß, die Freude riesig. 🎉
Leider hielt die Euphorie nur ganze zwei Minuten, denn in der 17. Minute gelang den Köthenerinnen der Ausgleich. Ein bisschen ärgerlich … aber gut, ist ja noch viel Zeit.
Im 2. und 3. Viertel könnte man fast Copy & Paste aus einem Taktikbuch machen: „Ausgeglichenes Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten.“
Beide Teams spielten ordentlich, niemand schenkte dem anderen etwas, außer vielleicht die grüne Karte pro Team – Gleichberechtigung muss sein. Wir hielten gut dagegen, Köthen auch – es war die Art von Vierteln, bei denen man denkt: „Eigentlich läuft das ganz gut… was soll schon passieren?“
Über das 4. Viertel wollen wir nicht weiter reden… nun ja.
Unsere Kräfte sagten: „Wir sind dann mal weg.“ Köthen sagte: „Danke, nehmen wir gern.“
Und so kam es, dass wir innerhalb kürzester Zeit vier Gegentore kassierten. Am Ende stand es 1:5 für die Damen des CHC02.
Hätte das Spiel nur 45 Minuten gehabt, würden wir heute über ein gerechtes Unentschieden sprechen. Hatte es aber nicht. Blöd gelaufen. Trotz allem: gutes Derby, schöne Momente, starke drei Viertel und ein Tor, das wir uns einrahmen könnten. 🖤🤍
Es spielten: Lotti, Steffi, Yvonne, Madi, Larissa, Sarah, Lucie, Mira, Steffi, Lena und Tina
Bericht: Sarah Liehr, Fotos: Fabian Schenk




















